"Die Naturfreunde", Ortsgruppe Rüsselsheim

Bildungsreise in den Aspromonte (Kalabrien)

2. - 16.Oktober 1999 (incl. 2 Tage Rom)
Fotos gibt es hier

Das Vortreffen
erwartungsfrohe TeilnehmerInnen lernen italienisch in 2 ½ Tagen – psycho-dramatisch, wie die Kleinkinder – parlare, parlare, essere o non essere – mangare nicht zu vergessen, 18 Köche und Köchinnen zaubern ein 8-Gänge Menü – Italien kann kommen

Die Reise
Es muss nicht immer Flugzeug sein – abwechlungsreiche Bahnanreise lässt 25 Stunden Fahrtzeit schnell verfliegen – Schlaf in der Schweiz, raus in Rom, kuckend nach Kalabrien

Blick von der Terasse "Il Bergamotto"Die Unterkunft
Azienda "Il Bergamotto" in Amendolea, himmlische Ruhe auf der Bergamotten-Plantage bei Ugo – rustikale Doppelzimmer in Schule, Mühle und Eselsstall, ehemalig wohlgemerkt – Blick aufs Meer und in die rauhen Berge des Aspromonte

Das Essen
viel und lecker – es soll noch anderes Wichtiges im Internet stehen !!

Die Bildung
griechische Minderheiten seit 2.500 Jahren in abgelegenen Bergdörfern – ein verlassenes Dorf, die Bewohner umgesiedelt in "Kasernen" an der Küste, ein einsamer alter Mann kümmert sich um seine Haustiere -Tourismusentwicklung in der Bergregion, Wanderungen mit Übernachtungen in den Familien, soziale Kontakte und Belebung der Dorfstrukturen – Ecolandia, ein toller Plan für einen Öko-Erlebnispark bei Reggio di Calabria, hoffentlich kann das realisiert werden – Integration von kurdischen Flüchtlingen in die aussterbenden Bergdörfer, Zukunftschance für Alt- und Neubürger oder reines Vorzeigeprojekt - was, wie, wo ist die Mafia - ein Nationalpark (fast) nur auf dem Papier - viele Gespräche und gedolmetschte Diskussionen mit den Partnern/Freunden vor Ort über Ziele und Wege zur Entwicklung Süditaliens als Teil Europas

Der Urlaub
ein Bad im warmen Meer, rotgolden versinkt die Sonne hinter Sizilien und zeichnet die Silhouette des rauchenden Ätna in der Ferne – normannische Festungsruinen über trockenen Flußtälern, der Schweiß läuft bei der sonnigen Wanderung – Kontraste im Aspromonte-Gebirge, Wasserfälle und grüne Wälder nur wenige Kilometer (Luftlinie) entfernt – Ausruhen im duftenden Gras, Kräuter und Herbstblumen schmeicheln der Nase

Die Stadt
Aroma di Roma, Verkehrslärm und Abgase für 2 Tage – doch auch eine tolle Atmosphäre, Touristen, pompöse Bauten, buntes Leben, stille Ecken, kleine Überraschungen – sooo viel zu sehen – eine historische Führung unter den Fundamenten einer Kirche auf der Spirale der Zeit, von den Römern in die Gegenwart – Shopping, Bummeln, Sightseeing, 2 Tage sind zu wenig für die Faszination dieser Stadt

Das Fazit
Gedankenaustausch in beide Richtungen – Probleme, Chancen, Hoffnungen, Ideen, Menschen einer faszinierenden Region kennengelernt – das Wesen des Bildungsurlaubs deutlich gemacht – den Kopf übervoll mit neuen Eindrücken und den Vorsätzen, beim Thema am Ball zu bleiben – und nicht zuletzt: bei einer überaus netten Gruppe und reibungsloser Organisation hat es auch gehörigen Spaß gemacht

Die Daten
2. – 16.10.1999 – 16 TeilnehmerInnen, 2 TeamerInnen, 2 Dolmetscher, 3 Betreuer vor Ort – ca 45 Std. Bahnfahrt – Besuche in Pentedattilo, Galliciano, Roghudi, Saline Ioniche, Reggio di Calabria, Tropea, Africo Vecchio, Bova, Cascade Maesano, Badolato – Gesamtgewichtszunahme ca. 36 kg – Gesamt-Schuhsohlenverbrauch in Rom ca. 18 cm – 7823 Handyanrufe im Umfeld – 1 Handyanruf für Teilnehmer – 27,5 l Bergamotten-Essenzen als Mitbringsel – 3 Wanderungen – 2 Musikdarbietungen – 1 Badetag – 0 Papstaudienzen – 3912 beinahe Fußgängerunfälle in Rom – alles jetzt im Internet

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